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1 000 Bücher rund ums Buch
20 Masterplots
Aufzucht und Pflege eines Romans
Bestseller
Blickpunkt: Autor
Creative Writing
Das Drehbuch
Erfolgreich Kinderbücher schreiben
Das Erzählen und die guten Ideen
Das Geheimnis guter Drehbücher
Das Leben und das Schreiben
Die Lust zu schreiben
Die 350 besten internationalen Geschäftsbriefe
Die Kunst des Drehbuchlesens
Die Technik des Drehbuchschreibens für Film und Fernsehen
Drehbuchhandwerk
Duden Satz und Korrektur
Einfach gut schreiben!
Fiction Writer´s Brainstormer
Gedichte schreiben und veröffentlichen
Geschäftskorrespondenz von A bis Z
Handbuch für Autorinnen und Autoren
Handbuch deutschsprachiger Literaturzeitschriften
1 000 Bücher rund ums Buch. Eine Literaturempfehlung, 1997, 96 Seiten, 9,80 DM, AutorenhausVerlag Plinke, Hattwichstraße 66, 16548 Glienicke bei Berlin, Telefon (03 30 56) 9 63 00, Fax (03 30 56) 7 78 59
1 000 Bücher in einem Band - wie geht das? Ganz einfach: indem man ein Büchlein herausbringt, das als Literaturempfehlung gedacht ist. Der Autorenhaus-Verlag Plinke hat das mit "1 000 Bücher rund ums Buch" getan.
Für alle, die in irgendeiner Weise mit dem Buch zu tun haben - ob als AutorInnen oder Desktop-Publishing-Interessierte - bietet dieses Buch eine Fülle von Literaturhinweisen; immer mit AutorIn, Titel, Verlag, Preis und ISBN-Nummer, manchmal auch mit einem zusätzlichen kurzen Informationstext zum Buch oder einem Textauszug.
Aber: 1 000 Buchtipps - wie soll man sich denn da zurecht finden? Das ist dank der Einteilung in Kapitel und der übersichtlichen Gestaltung kein Problem. Schlagen Sie nach Bedarf nach zum Beispiel unter:
- Autoren
- Autorinnen
- Kreatives Schreiben
- Verlage
- Recht
- Buchhandel, Bibliothek
- Lesen
- Literaturzeitschriften, Fachzeitschriften
- Wörterbücher
- Nachschlagewerke
- Literaturkalender
Allen an Büchern Interessierten kann man zur Anschaffung dieser preiswerten und guten Lesehilfe raten. Besonders nützlich dürfte das Buch für Schreibende sein, weil sie sich gezielt Publikationen zum Handwerk, zum Verlagsgeschäft, zu Veröffentlichungsmöglichkeiten und -techniken und zum Literaturbetrieb heraussuchen können.
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Ronald B. Tobias: 20 Master Plots. Woraus Geschichten gemacht sind, 1999, 344 Seiten, 27 DM, Zweitausendeins
Dieses berühmte und nun endlich auch übersetzte Buch von Ronald B. Tobias kann vor allem SchreibanfängerInnen zu einer Menge Aha-Erlebnissen verhelfen - und ihnen viel Arbeit ersparen. Allerdings nicht in dem Sinne, dass man sich einfach eines der vorgestellten Plotmuster nehmen, es etwas ausfüllen und das Ganze dann als Geschichte präsentieren könnte. Denn - so macht Tobias klar - ein Plot ist weder ein Skelett noch ein Gerüst, wie man es oft liest; der Plot ist ein Prozess, und er durchdringt eine Geschichte überall.
Anhand von bekannten oder hier abgedruckten Geschichten zeigt Tobias, was Plot bedeutet, wie er sich in einer Geschichte zeigt, wie er mit den Figuren zusammenspielt. Der Figurenkonstellation ist ein eigenes kleines Kapitel gewidmet, das besonders denen nützen kann, die immer zu viel Personal in ihren Geschichten haben und dabei den Überblick verlieren. Und auch, dass man mit nur einer oder zwei Figuren (wir sprechen jetzt vom Roman) nicht so gut Spannungen aufbauen und vor allem halten kann wie mit drei oder vier Charakteren, wird deutlich und einsichtig.
In diesem Kapitel zu den Figuren findet sich einer der unzähligen Hinweise, die auf typische Anfängerfehler abzielen: "Eine Figur wird lebendig durch das, was sie tut, nicht dadurch, dass sie herumsitzt und uns erzählt, wie sie sich fühlt und was sie von ihrem Leben im Allgemeinen und der derzeitigen Krise im Besonderen hält. Auf das Tun kommt es an, nicht auf das Reden." Wer erkennt darin nicht etwas unsäglich Langweiliges, was man schon einmal lesen musste oder - grusel! - sogar selbst geschrieben hat? Glücklicherweise zeigt Tobias direkt nach diesem Hinweis an einer Filmszene aus "Lawrence von Arabien", wie man es richtig machen kann.
Der Großteil des Buches enthält die Vorstellung der 20 Plotmuster (von Suche und Rätsel bis zu Versuchung und Entdeckung): wie eine Geschichte nach diesem Muster typischerweise aufgebaut ist, welche Charaktere darin unbedingt vorkommen müssen, welche Romane, Filme, Märchen etc. nach dem jeweiligen Muster gebaut sind. Am Ende gibt es immer auch eine Checkliste mit Hinweisen, worauf man besonders achten sollte.
Dabei macht Tobias immer auch klar, dass diese Muster nicht wie ein Evangelium zu verstehen sind: Wir sollen sie einfach als Arbeitshilfen für unsere eigenen Geschichten sehen, die uns zeigen können, warum und wo unsere Geschichte vielleicht nicht funktioniert. Und wir sollen die Muster nach unserem Belieben und unseren Bedürfnissen jederzeit abwandeln.
Eine allerletzte Checkliste am Ende des Buches gibt den Lesenden schließlich Fragen an die Hand, mit denen sie ihren eigenen Plot entwickeln oder auch überprüfen können.
Wer dieses Buch nicht als Gebrauchsanleitung für die schnell hingekritzelte Geschichte ansieht, sondern mit seiner Hilfe verstehen will, was ein Plot wirklich ist, was er für eine Geschichte bedeutet und wie er aufgebaut sein kann - wird enorm von Tobias kluger, witziger und anschaulicher Darstellung mit vielen Verweisen auf Romane und Filme profitieren.
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Sol Stein: Aufzucht und Pflege eines Romans, 2001, 270 Seiten, 16,85 Euro, Zweitausendeins
Sol Steins “Über das Schreiben” steht zu Recht im Bücherregal unzähliger AutorInnen. Nun ist sein neues Buch bei Zweitausendeins erschienen.
Worum geht es? Stein erzählt auch hier Spannendes, Informatives, Schreibensnotwendiges. Wir erfahren, wie man die LeserInnen etwas erleben lässt, wie man sie fesselt, wie man charaktervolle Charaktere schafft, Dialog meistert, effektiv überarbeitet. Wer jedoch “Über das Schreiben” gut kennt, findet hier im Wesentlichen dieselben Tipps und Hinweise, oft auch dieselben Beispiele.
Neu in “Aufzucht und Pflege eines Romans” sind vor allem das Kapitel, das Einblick in den Buchmarkt und Verlagsinterna gewährt, und ein Unterkapitel, in dem es um die Verwendung mehrerer Ich-Erzähler im selben Roman geht. Außerdem konzentriert sich dieses Buch, wie der Titel schon sagt, auf den Roman; die Hinweise zum Sachbuch (in “Über das Schreiben” noch recht ausführlich) nehmen daher nur wenig Raum ein. Ein abschließendes Kapitel wurde extra für deutsche LeserInnen geschrieben. Hier finden sich Literaturempfehlungen, Adressen von Verbänden, Internet-Adressen und einige Agenturen.
Wer noch kein Buch von Sol Stein hat, kann durchaus mit dem hier vorgestellten anfangen. Wer bereits “Über das Schreiben” besitzt, erfährt jedoch nicht viel Neues.
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Albert Zuckerman: Bestseller. Wie man einen Erfolgsroman schreibt, 1995, 368 Seiten, 42 DM, Gustav Lübbe Verlag
War es für die meisten Deutschen noch vor wenigen Jahren ein völliges Mysterium, wie jemand - außer durch die reine Kraft seines oder ihres Genies - einen Roman schreiben kann, so kann man hier inzwischen einige Bücher über das Handwerk des Schreibens bekommen.
Das Buch "Bestseller - wie man einen Erfolgsroman schreibt" geht allerdings noch einen Schritt weiter. Behauptet der Autor auch nicht, dass man einen Bestseller vorprogrammieren kann, so stellt er doch die Techniken, Themen und Zutaten zusammen, ohne die ein Roman nur in Ausnahmefällen zu einem Bestseller wird.
Der Autor, Al Zuckerman, weiß genau, worüber er schreibt. Er ist ein bekannter amerikanischer Literaturagent und unter anderem nicht ganz unschuldig an den Bestsellererfolgen von Ken Follett ("Die Säulen der Erde", "Der Mann aus St. Petersburg" und viele andere). Und dass ein Literaturagent wie Al Zuckerman tatsächlich großen Anteil an den Endfassungen zahlreicher Bestseller hat, macht Ken Follett in seinem Vorwort ganz deutlich.
In diesem Buch lernen Sie also sechs Grundregeln kennen, die alles berühren: von den Charakteren, die zum Teil überlebensgroß gestaltet werden sollten, über die dramatische Frage und die anspruchsvolle Konzeption zur Frage der Perspektiven und des Hintergrundes, des Schauplatzes.
All das wird anhand von fünf Bestsellern gezeigt, von denen Sie zumindest einen gelesen haben sollten, bevor Sie sich in dieses Buch versenken, und zwar Ken Folletts "Der Mann aus St. Petersburg". Der Roman ist nicht nur von erträglichem Umfang, sondern dient auch am ausführlichsten als Beispiel. So können Sie mehrere Fassungen der dem Roman vorausgegangenen Entwürfe nachlesen und auch zwei Fassungen der ersten Szene des Romans. Anhand dessen verdeutlicht Zuckerman zahlreiche Dinge, die Sie beim Konzipieren und Schreiben Ihres Romans berücksichtigen sollten.
Die anderen Romane, auf die Bezug genommen wird, sind: Die Dornenvögel, Vom Winde verweht, Im Garten der Lügen und der Pate. Sie müssen Sie nicht gelesen haben, um Zuckermans Anmerkungen zu verstehen aber es schadet auch nicht ...
Auch über das Verlagsgeschäft, Agenten, Lektorinnen und Verleger, über Werbung und Verkaufsförderung erfahren Sie am Ende des Buches einiges. Erfreulicherweise wurden einige Angaben darin auf den deutschsprachigen Markt umgeschrieben.
Wer einfach wissen will, was einen Bestseller zum Bestseller machen kann, wird in diesem Buch aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Und wer selbst schreibt und bisher vergeblich auf den großen Wurf wartete, wird sich dadurch die notwendigen Techniken und Kenntnisse aneignen können. Dass sich das alles - wie bei amerikanischen Autorinnen und Autoren üblich - leicht liest und durch und durch verständlich ist, das kommt dann als Sahnehäubchen noch dazu.
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Kurt Franz, Franz-Josef Payrhuber (Hrsg.): Blickpunkt Autor, 1996, 186 Seiten, 15,30 Euro, Schneider Verlag Hohengehren
Dieser Band basiert auf der Frühjahrstagung der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur 1996. Er gliedert sich - wie die Tagung selbst - in drei Teile:
Für AutorInnen sicher am interessantesten ist der erste Teil. Darin kommen Kinder- und JugendbuchautorInnen selbst zu Wort, unter anderen Paul Maar, Otfried Preußler und Kirsten Boie. Sie erzählen, wie und was sie schreiben (von Abenteuerliteratur bis zu religiösen Geschichten), wie sie zum Erzählen gekommen sind, was es mit ihren Erfolgen auf sich hat und vieles mehr. Besonders schön: Jede/r von ihnen verwendet eine ganz eigene Sprache, die sich von denen der anderen deutlich unterscheidet - Anschauungsunterricht pur.
Auch der zweite Teil ist für Kinder- und JugendbuchautorInnen spannend. Dort geht es darum, welche Kinder- und Jugendbücher in unseren Schulen gelesen werden - und warum gerade diese.
Im dritten Teil schließlich beschäftigt sich die Literaturwissenschaft mit den Werken der AutorInnen aus dem ersten Teil. Thema ist beispielsweise “Das Abenteuer bei Alfred Clemens Baumgärtner” oder “Phantastisches Erzählen im Werk Paul Maars”.
Wer Kinder- und Jugendbücher schreibt, kann in diesem Buch einige berühmte AutorInnen kennen lernen. Deshalb lohnt sich die Anschaffung auch für diejenigen, die der literaturwissenschaftliche Teil weniger interessieren mag.
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Susanne Bach/Elmar Schenkel (Hrsg.): Creative Writing - Kreatives Schreiben. Berichte aus den Bereichen Schule, Volkshochschule, Universität, Psychotherapie und Journalismus, 1998, 240 Seiten, 28 DM, Edition Isele
Das Schlagwort "Creative Writing" geistert nun seit einigen Jahren auch durch Deutschland, und es gibt einige Missverständnisse dazu. In diesem Buch wird in verschiedenen Beiträgen die ganze Bandbreite von "Creative Writing" dargestellt: Es enthält Berichte aus (Volkshoch-)Schulen, Universitäten, Journalismus und Psychotherapie - und zwar aus den USA, Großbritannien und Deutschland.
Das Besondere: Fast alle sind anschauliche Praxisberichte, die verschiedene LehrerInnen mit sehr unterschiedlichen, oft höchst individuellen Vorgehensweisen zeigen; und auch die Ziele, Schwerpunkte und Teilnehmerprofile variieren deutlich.
Abgesehen davon enthält dieses Buch:
- Edgar Allan Poes berühmte Anleitung zum Schreiben, in der er Schritt für Schritt die Entstehung seines Gedichtes "The Raven" dokumentiert (oder: zumindest teilweise erfindet?)
- Chestertons "Vom wahrhaften Künstler" (Zitat: "Letzten Endes erweist sich ein Künstler dadurch als intelligent, dass er verständlich ist.")
- Ted Hughes "Schreibschule" (nicht nur für Kinder)
Ein Buch, das nicht nur anregende, aufregende, bahnbrechende Texte und Berichte vereinigt, sondern auch von den sehr unterschiedlichen Stimmen der AutorInnen lebt. Da verzeiht man es gern, dass es typografisch eine Bleiwüste mit sehr langen Zeilen ist ...
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C. P. Hant: Das Drehbuch. Praktische Filmdramaturgie, 1999, 211 Seiten, Zweitausendeins
Eine große Stärke dieses Buches liegt im ersten Kapitel, in dem Hant vermittelt: Wie entsteht eigentlich eine Drehbuchidee, und wie kann man sie weiterentwickeln? Wie findet man die Grundfrage des Films, die Aussage und den emotionalen Konflikt? Und wie arbeitet man sich mit Hilfe einer Story-Outline weiter in die Geschichte des Films hinein? All das zeigt Hant klar und deutlich, ohne dieses Thema unangemessen rational oder - das andere Extrem - “esoterisch” anzugehen.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den Grundelementen (Protagonist, Plot, Antagonist, Hintergrundstory), und im dritten lernt man die Struktur eines Drehbuchs im Detail kennen - vom Set-up über die Plot Points bis zum Kiss-off. Sehr knapp fällt das Kapitel zu den dramaturgischen Details aus: Exposition, Nebenfiguren, Symbolen, Subplot etc. sind nur jeweils 1 bis 3 Seiten gewidmet. Wenig sagt Hant auch zur Überarbeitung, berücksichtigt aber dabei die Buchbesprechung mit Produzenten, Regisseuren u. Ä.
Um Mythos und Film geht es in einem weiteren Kapitel, und dann geht Hant genau und am Beispiel auf die Form des Drehbuchs ein. Im Vermarkungskapitel ist schließlich nicht nur die Rede von Filmförderung und Fernsehen, sondern Hant zeigt auch denen, die den Weg nach Hollywood gehen wollen, was dafür zu tun ist. (Er kennt sowohl den deutschsprachigen als auch den amerikanischen Film und Filmmarkt aus eigener Erfahrung.)
Dieses Standardwerk für alle, die Drehbücher schreiben und vermarkten wollen, befasst sich also mit allen Themen rund ums Drehbuch - mit manchen ausführlicher, mit vielen leider recht kurz. Als erster Einblick ist es jedoch sehr gut geeignet und vermittelt darüber hinaus gerade zur Entstehung eines Drehbuchs wertvolle Einsichten und Erkenntnisse. Sehr nützlich ist auch der umfangreiche Anhang mit einer umfassenden Literaturliste, Websites rund ums Drehbuchschreiben und Adressen (auch in den USA) zur Drehbuchausbildung, von Verbänden, Filmförderungen und Sendern.
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Heidemarie Brosche: Erfolgreich Kinderbücher schreiben, 2003, 192 Seiten, 12,95 Euro, moses. Verlag
Dies ist ein ungewöhnlicher Schreibratgeber. Nicht nur, weil es darin (endlich einmal) um Kinderbücher geht, sondern vor allem, weil die Autorin einen sehr persönlichen Ansatz gewählt hat. Wer sie durch dieses Buch begleitet, den nimmt sie mit auf eine Reise durch ihr Leben als Kinderbuchautorin - von den ersten Anfängen bis heute. Dabei lässt sie uns an jeder Entscheidung, jedem Fehler, jedem Irrweg (der manchmal nur ein Umweg war) und all dem teilhaben, was sie auf dem Weg gelernt hat.
Dieser Ratgeber geht also nicht von der Theorie aus (Wie konstruiere ich einen Plot? Wie trete ich an einen Verlag heran? Was sollte ich über Honorare, die KSK und Verträge wissen?), sondern von der Situation jedes Schreibanfängers: Ich will schreiben und veröffentlichen - was tun? Wir begleiten Heidemarie Brosche in diesem Buch in Verlage, nach Bologna zur Kinderbuchmesse, in Gespräche mit dubiosen Buchmenschen, in Schreibwerkstätten, in viel versprechende Kontakte (die mal ins Nichts, mal auch ganz woanders hinführen, als ursprünglich gedacht), in schwierige und beglückende Phasen des Autorenlebens.
Das bedeutet aber nicht, dass hier keine praktischen Informationen und Tipps vermittelt würden. Ganz im Gegenteil. Exposé und Vita schreiben, Telefonate vorbereiten und führen, Kontakte aufbauen, verschiedene Formen von Veröffentlichungsmöglichkeiten finden, der Weg vom Manuskript zum Buch, Verträge, Urheberrecht, die Werbetrommel rühren, Steuern, Co-Autorenschaft, Lesungen, Schreibwettbewerbe ... Zu all diesen Themen bekommt man hier neben den persönlichen Erfahrungen auch komprimierte Tipps, Checklisten, Anschauungsbeispiele und Adressen.
Darüber hinaus kann jede/r aus Brosches Erfahrungen eigene Schlüsse ziehen. Deutlich wird zum Beispiel immer wieder, wie wichtig telefonischer Kontakt ist (auch und gerade in Zeiten von E-Mail), was Hartnäckigkeit bewirken kann - und dass Offenheit AutorInnen nicht selten in Bereiche und zu Publikationen führen kann, an die sie vorher nie gedacht hätten, die sie aber dennoch weiter bringen.
Ein Serviceteil, ein Interview mit der Autorin Nina Schindler und Tipps für Veröffentlichungswege abseits der großen Verlage runden diesen außergewöhnlichen Ratgeber ab. Und spätestens, wenn man das Buch zu Ende gelesen hat, macht man sich mit neuem Schwung und neuen Ideen an die Herausforderungen des Autorenlebens.
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Sten Nadolny: Das Erzählen und die guten Ideen , 2001, 230 Seiten, 9,90 Euro, Piper
In diesem Band sind Vorlesungen gesammelt, die einer der besten deutschsprachigen Erzähler 1990 in München und 2000 in Göttingen gehalten hat.
Dies ist ein außergewöhnliches Buch, in vielerlei Hinsicht. Nadolny gelingt es, in seiner besonderen, präzisen Sprache transparent zu machen, wie das Schreiben funktioniert. Und das macht er nicht, indem er Regeln fürs Plotten oder für die Charakterisierung aufstellt - sondern indem er uns zeigt, was in einem Autor, einer Autorin vorgehen kann, wenn er/sie sich an ein neues Schreibprojekt macht.
Von der ersten vagen Idee bis zum fertigen Buch führt er uns in der Münchener Vorlesung, und zwar anhand eines fiktiven, aber konkreten Beispiels. Das entstehende Bild eines Schreibprozesses ist dabei nicht zuletzt so anschaulich und umfassend, weil Nadolny nicht nur “Schreibtechniken” beschreibt. Vielmehr bezieht er den Autor mit ein, seinen Charakter, sein Lebensumfeld und seine ureigenste Motivation, diese spezielle Idee auf diese spezielle Weise zu finden und zu bearbeiten. Kein Wunder also, dass wir hier beispielweise ein Kapitel “Erzählen und Erfahrung” finden.
Damit ist dieses Buch nicht nur geeignet, das eigene Schreiben besser zu verstehen und typische Probleme zu lösen. Es vermittelt auch - als einziges Buch auf dem Markt -, was vor allem angehenden AutorInnen in Schreibbüchern immer fehlt: ein Verständnis dafür, wie das Leben eines Autors mit seinem Schreiben untrennbar verbunden ist und wie sie sich gegenseitig beeinflussen.
Wem das alles zu abstrakt klingt: Nadolny ist immer konkret, seine Erfahrungen, Ideen und Tipps werden praktisch untermauert und sind für jede/n nachzuvollziehen. Und dass er in seiner Vorlesung von 2000 frühere Irrtümer korrigiert, passt zu diesem Autor, der offen, politisch nicht korrekt und absolut ehrlich mit sich selbst, dem Schreiben und dem Literaturbetrieb umgeht.
Ein einzigartiges Buch voller Ehrlichkeit, Witz und erstaunlicher Erkenntnisse, dazu großartig geschrieben - diesen Lesegenuss mit enormem praktischen Nutzen sollte sich niemand entgehen lassen, der schreibt!
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Linda Seger: Das Geheimnis guter Drehbücher, 1999, 274 Seiten, 44 DM, Alexander Verlag (kann auch über 2001 bezogen werden)
Der “Klassiker” von Linda Seger, “Making a good script great”, ist nun auch auf Deutsch erschienen - endlich. Denn dieses Buch strotzt geradezu vor praktisch umsetzbaren Techniken und Tipps, mit denen man ein wirklich gutes Drehbuch schreiben und vor allem effektiv überarbeiten kann. Wie es im Vorwort heißt: “Sein Anliegen ist, Ihnen beizubringen, schnell und effizient zu schreiben und zu überarbeiten, ohne den Zauber zu verlieren für die wichtige endgültige Fassung.”
Die Autorin weiß, wovon sie spricht: Als Script Consultant hat sie mehrere Hundert Drehbücher aus allen Genres bearbeitet. Dabei konzentriert sie sich nach eigenem Credo darauf, die Probleme zu lösen und trotzdem die Originalität des Buches zu bewahren. Ihre Erfahrung hat sie gelehrt, dass es bei allen Unterschieden doch immer wieder dieselben Probleme sind, die ein Drehbuch scheitern lassen oder die verhindern, dass es ein wirklich hervorragendes Drehbuch wird.
Dieses Buch ist in vier große Teile gegliedert:
1. Struktur
Hier wird der Prozess des Ideensammelns mit zahlreichen Hilfsmitteln (Karteikarten, Kassettenrekorder, Outline etc.) beleuchtet, außerdem die grundlegende Struktur eines Drehbuchs (Drei-Akt-Struktur, Funktion von Nebenhandlungen, Spannungsbogen, Szenenbau).
2. Ideen-Entwicklung
Hier geht es darum, wie man kommerzielle Aspekte hineinbringt (also sich beispielsweise über die Themen klar wird, die uns alle ansprechen), und um den “Mythos”.
3. Figuren-Entwicklung
Wie findet man den Charakterbogen, den Konflikt? Welche Funktionen können Charaktere haben? Und wie schafft man mehrdimensionale Charaktere? Das wird hier beantwortet.
4. Eine Fallstudie
Am Beispiel des Films “Der einzige Zeuge” können wir die Entstehungsgeschichte eines konkreten Drehbuchs von der ersten Idee bis zum fertigen Film nachvollziehen.
Außergewöhnlich und ungemein erhellend ist die Art, in der Linda Seger diese Themen behandelt, mögliche Probleme anspricht und Lösungen aufzeigt. Alles ist gut verständlich und hervorragend strukturiert. Und alles wird anhand bekannter Filme nachvollziehbar gemacht (übrigens: “Der einzige Zeuge”, “Tootsie” und “African Queen” sollte man gesehen haben, bevor man dieses Buch liest!). Und am Ende jedes Kapitels gibt es in einem Unterkapitel “Anwendung” immer noch einmal konkrete Tipps und Leitfragen, mit denen man die Probleme des eigenen Drehbuchs zum einen identifizieren und zum anderen beheben kann.
Ein Register der amerikanischen Begriffe und ein Verzeichnis der Namen und Titel, die im Text vorkommen, schließen ein außergewöhnliches Buch einer außergewöhnlichen und sehr erfahrenen Autorin ab, das alle, die Drehbücher schreiben oder schreiben wollen, einmal gründlich - und bei Schwierigkeiten immer wieder lesen sollten.
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Stephen King: Das Leben und das Schreiben, 2000, 333 Seiten, 38 DM, Ullstein
Dieses Schreibbuch ist anders. Es ist von Stephen King. Und um es gleich zu sagen: Jeder, der schreibt oder schreiben will, sollte es lesen - ganz gleich, ob er Stephen King als Schriftsteller mag oder nicht.
Zuerst einmal zu den greifbaren Gründen: In der ersten Hälfte des Buches erfahren wir in einer Art Lebenslauf, wie King zum Schreiben gekommen ist und was ihm dabei und damit widerfahren ist. All das natürlich spannend - und oft auch urkomisch.
Im zweiten Teil stellt King zunächst den Werkzeugkasten des Schriftstellers vor: vom Wortschatz über die Grammatik bis zum Stil. Zwei seiner liebsten Hassobjekte: Passiv und Adverb. (“Ich glaube, dass ängstliche Schreiber das Passiv aus dem gleichen Grund mögen, aus dem ängstliche Liebhaber passive Partnerinnen bevorzugen. Das Passiv ist sicher. Man muss sich nicht mit lästigen Vorgängen auseinander setzen; das Subjekt muss einfach nur die Augen schließen und an England denken, um mit Königin Victoria zu sprechen.”) Schon dieses - durchaus typische - Beispiel zeigt zweierlei: wie viel Spaß man mit diesem Buch hat und was das richtige Bild am richtigen Ort bewirken kann ...
Dann folgt der Teil “Über das Schreiben”. Man erfährt, wie King selbst arbeitet: wie viel er liest und schreibt, wie er an eine Geschichte herangeht, welche Bedeutung Erzählung, Darstellung und Dialog haben, worauf es bei den Charakteren ankommt, was es mit Symbolik und Thematik auf sich hat ... Und er zeigt anhand seiner Romane, wie sie entstehen, und auch, wie er sie überarbeitet (ein überarbeiteter Geschichtenanfang findet sich am Ende des Buches). Dass King beispielsweise eine Handlung in der Regel nicht plant, leuchtet ein, wenn man erfährt, wie er stattdessen vorgeht. (Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Schreibanfänger auf eine Outline verzichten sollte - nach mehr als dreißig Jahre Schreiberfahrung hat man so einiges verinnerlicht, was andere sich erst einmal aneignen müssen ...)
Würde all das schon ausreichen, dieses Buch zu einem der besten übers Schreiben zu machen, so gibt es doch noch einen besseren Grund dafür: Dieses Buch macht euphorisch und bringt einen zum Schreiben. Und das ist keine unzulässige Verallgemeinerung meiner eigenen Erfahrung. Alle, mit denen ich über dieses Buch gesprochen habe, berichten von ähnlichen Symptomen. Dazu gehören Euphorie und das Gefühl der Ermutigung. Aber das Wichtigste: Man fühlt sich nicht nur gut und nimmt sich vor, endlich das lang geplante große Schreibprojekt anzugehen - sondern man tut es auch!
Über welches andere Schreibbuch kann man das schon sagen?
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Brenda Ueland: Die Lust zu schreiben , 2001, 211 Seiten, 12,75 Euro, Zweitausendeins
Nicht nur angehende AutorInnen legen sich selbst die größten Steine in den Weg, wenn es darum geht, etwas zu schreiben: Manche lesen sich erst einmal durch Berge von Schreibbüchern oder besuchen unzählige Kurse, bevor sie es wagen, auch nur eine Zeile zu Papier bringen. Manche schüchtert der leere Bildschirm so sehr ein, dass sie ihn stundenlang anstarren, ohne etwas zu schreiben. Und manche zweifeln bei jedem geschriebenen Wort, ob es denn nun gut und richtig ist und was wohl andere dazu sagen mögen ...
Die Autorin dieses Buches (die Originalausgabe erschien bereits 1938) hat Tausenden in ihren Kursen geholfen, zu schreiben. Nicht etwa, indem sie ihnen Schreibregeln vorgesetzt und unlösbare Aufgaben gestellt hat; ihr Hauptanliegen war es, zu zeigen: “Jeder Mensch ist begabt, originell und hat etwas Wichtiges zu erzählen” (Titel des ersten Kapitels).
Bestätigung für ihren Ansatz findet Ueland in den Erfolgen ihrer SchreibschülerInnen, aber auch in Äußerungen großer Erzähler wie Tschechow oder Tolstoi. Und dass unter diesen Voraussetzungen nicht etwa unleserliches Geschreibsel herauskommt, kann jede/r an den zahlreichen Beispielen von Uelands SeminarteilnehmerInnen selbst überprüfen. - Darunter waren Professoren ebenso wie Dienstmädchen oder Hausfrauen (ein Kapitel heißt “Warum Frauen, die zu viel im Haushalt arbeiten, diesen zugunsten des Schreibens vernachlässigen sollten”). Wer da übrigens Vorteile auf Seiten der Ersteren vermutet, wird anhand der Textbeispiele schnell eines Besseren belehrt ...
Wem es darauf ankommt, Anleitungen zum Plotten oder zum Aufbau eines Settings zu bekommen, sollte ein anderes Schreibbuch zu Hand nehmen. Wer hingegen Ermutigung und Ansatzpunkte für das eigene Schreiben sucht, ist hier bestens aufgehoben. Manche LeserInnen mögen die religiösen Bezüge irritieren, aber wer die Lust am Schreiben (wieder)finden möchte, wird sich davon nicht abhalten lassen (ebenso wenig wie von den zum Teil gravierenden Übersetzungsfehlern).
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Friedhelm Franken: Die 350 besten internationalen Geschäftsbriefe, 1999, 524 Seiten (Großformat) + CD, 269 DM, verlag moderne industrie
Dieses Buch ist sehr groß, sehr schwer - und voller übersichtlich aufgemachter und nützlicher Informationen zur Korrespondenz in den Zeiten der Globalisierung. Es enthält, und das macht den Hauptteil aus, Musterbriefe und zusätzliche Textbausteine in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch (allesamt von MuttersprachlerInnen verfasst). Damit man sich auch in den Briefe orientieren kann, die in einer Sprache verfasst sind, die man selbst nicht oder kaum beherrscht, gibt es ein nützliches Zusatzinstrument: Durch senkrechte Striche sind die Briefe in Formulierungseinheiten unterteilt; so kann man direkt vergleichen, welche Formulierung beispielsweise in einem spanischen Brief welcher im deutschen entspricht. Außerdem werden zu Einleitung, Kern und Schluss eines Briefes (meist auf der gegenüberliegenden Seite) auch gleich Formulierungsalternativen angegeben. Oft finden sich außerdem Tipps zur Kommunikationsstrategie.
Die Briefe und Bausteine (die Letzteren sind in einem umfassenden Buchteil auch nach Stichworten sortiert und daher schnell zu finden) umfassen thematisch alles, was man in der Geschäftskorrespondenz zu erledigen hat: von Absage, Anfrage, Angebot und Beschwerde über Briefe des Ein- und Verkaufs, Danksagungen und Einladungen bis zu Kondolenzbriefen und Personalkorrespondenz.
Hilfreich sind auch die einleitenden Hinweise zur Wahl der richtigen Sprache je nach Art des Geschäftskontakts und zu Besonderheiten der Korrespondenz in Englisch, Französisch und Spanisch.
Die riesige Menge an Information in diesem Buch ist sehr übersichtlich und nachvollziehbar gegliedert. Und die beigefügte CD ermöglicht Ihnen, mit geringem Aufwand all die Briefe und Textbausteine sofort in Ihrer Korrespondenz zu verwenden.
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Oliver Schütte: Die Kunst des Drehbuchlesens, 1999, 240 Seiten, 29,90 DM, Bastei Lübbe
Ein Drehbuch lesen können - müssen das nicht nur Lektoren, Dramaturginnen und Co.? Keineswegs. Das wird schon in der Einleitung klar:
“Die Kunst besteht darin, die Ursachen für die Fehler zu erkennen. Denn es ist nichts einfacher, als ein Drehbuch zu lesen und zu behaupten, es sei nicht dynamisch genug oder die Figuren seien noch nicht interessant genug. ‘Die Kunst des Drehbuchlesens’ ist nicht mehr und nicht weniger als die Fähigkeit, die Ursache für die Schwächen eines Drehbuches zu erkennen und beim Namen nennen zu können.”
AutorInnen rät Schütte, die Finger von diesem Buch zu lassen, wenn sie gerade an einem Buch arbeiten - und es sich dann vorzunehmen, wenn sie sich an die Überarbeitung machen. Dieser Empfehlung kann ich mich voller Überzeugung anschließen, und zwar nicht nur für DrehbuchautorInnen, sondern auch für alle anderen. Denn dieses Buch ist etwas Besonderes auf dem Markt der Schreibbücher.
Anhand von deutschsprachigen Kino- und TV-Produktionen (!) erklärt Schütte alles gut, anschaulich und nachvollziehbar, was man über die Bestandteile eines Drehbuchs (und auch eines Romans) wissen sollte: von den Charakteren, ihrer Orchestrierung und der Fallhöhe über den Konflikt und seinen Aufbau und die genaue Struktur (Akte, Sequenzen, Szenen, Wendepunkte) bis zu Dramaturgie-Elementen (wie Enthüllung, Entdeckung, Umkehrung), Dialog und Szenenübergängen. Seine Beispiele sind treffend und genau, und er gibt einem immer zusätzliche Hilfsinstrumente an die Hand:
- Diagramme, mit denen beispielsweise die Drehbuchstruktur oder die Figurenorchestrierung anschaulich gemacht werden
- tabellarische Übersichten, zum Beispiel über Genres (mit Beispielen und Hauptmerkmalen)
- eine große Checkliste, in der die Fragen an ein Drehbuch zusammengefasst sind
Nur ein Register vermisst man schmerzlich, zumal Schütte ein Händchen für knappe, aber dennoch anschauliche Definitionen hat. Vom Subtext bis zum Buddy-Movie: Man würde sie gern anhand eines Registers jederzeit nachschlagen können.
Aber damit ist das Buch noch nicht am Ende: Schütte stellt außerdem die Berufe rund ums Drehbuch vor (vom Lektor bis zur Produzentin), teilweise mit konkreten Beispielen für ihre Arbeit, zum Beispiel einem Gutachten eines Lektors über ein fiktives Drehbuch.
Der besondere Leckerbissen sind die abschließenden Beispielanalysen: Von “Knockin’ on Heaven’s Door” bis zu “Lola rennt” werden fünf deutsche Filmproduktionen ausführlich analysiert.
Ein hervorragendes Buch, das DrehbuchautorInnen, aber auch AutorInnen von Romanen unschätzbare Dienste erweisen kann.
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Eugene Vale: Die Technik des Drehbuchschreibens für Film und Fernsehen, 4. Auflage, 1996, 287 Seiten, 28 DM, TR-Verlagsunion
Der Bedarf an guten DrehbuchautorInnen für den Film und vor allem fürs Fernsehen steigt auch in Deutschland immer weiter. Mit einer entsprechenden Ausbildung sieht es zwar besser aus als noch vor einigen Jahren, aber nach wie vor klagen die Produzenten über schlechte Bücher. Wer sich dieses Buch genau durchliest und die dort beschriebenen Techniken und Grundlagen verinnerlicht, wird einen großen Schritt in Richtung Drehbuchschreiben tun können.
"Die Technik des Drehbuchschreibens für Film und Fernsehen", das ist die deutsche Übersetzung eines "Klassikers": Der international renommierte Roman- und Drehbuchautor Eugene Vale hat es bereits 1944 geschrieben, die Übersetzung basiert aber auf der letzten Bearbeitung von 1982.
Das Buch ist in drei große Teile gegliedert: Die Form, Der dramatische Aufbau, Die Geschichte. Hier lernen Sie - immer auch anhand von bekannten und berühmten Beispielen der Filmgeschichte - zum Beispiel etwas über:
- Film- und Fernsehsprache
- Szene
- Auswahl der Informationen
- neue Methoden des Drehbuchschreibens
- Charakterisierung
- Handlungsphasen
- Wirkungen auf das Publikum
- Video, Kabel und Privatfernsehen
- Auswahl des Filmstoffes
- Verständlichkeit, Plausibilität, Identifikation
- die jungen Filmemacher
Natürlich lernen Sie hier nicht nur alles Wesentliche übers Drehbuchschreiben und analysieren, sondern auch über die Schritte zur Vermarktung und rechtliche Grundlagen, zum Beispiel: Wie schreibt man ein Exposé? Wie schützt man sein Manuskript?
Wer im Bereich Drehbuch arbeiten möchte, sollte dieses Buch auf jeden Fall immer in Reichweite stehen haben.
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David Howard, Edward Mabley: Drehbuchhandwerk. Technik und Grundlagen. Mit Analysen erfolgreicher Filme, 1996, 356 Seiten, 45 DM, Emons
Wenngleich es sich in Deutschland erst allmählich herumspricht, dass es ein Handwerk des Schreibens gibt, das auch erlernbar ist, so entstehen doch in den letzten Jahren auch hier immer mehr Seminare und Werkstätten vor allem fürs Drehbuchschreiben. Dass dabei nicht selten amerikanische AutorInnen die Leitung haben, überrascht wohl niemanden.
Inzwischen sind auch einige Bücher, die die Techniken des Drehbuchschreibens zum Thema haben, ins Deutsche übersetzt worden. Ein besonders nützliches und spannendes Werk ist "Drehbuchhandwerk", das bei Emons erschienen ist.
Seine Entstehungsgeschichte ist kompliziert (wie man in den Vorwörtern nachlesen kann), aber die Mühe hat sich gelohnt. Mit diesem Buch bekommen alle, die das Drehbuchschreiben erlernen wollen, das nötige Rüstzeug an die Hand. Sie erfahren zum Beispiel, was zu einer gut erzählten Geschichte gehört, welches "Drumherum" im Filmgeschäft zu beachten ist, wie man das Innere auf der Leinwand sichtbar macht, wie die Einteilung in Akte funktioniert und was sie bedeutet. Einige der "handwerklichen" Themen:
- Protagonist und Ziel
- Konflikt
- Spannungsbogen, Höhepunkt und Auflösung
- Einheit
- Charakterzeichnung
- dramatische Ironie
- Glaubwürdigkeit
- Aktion und Handlung
- Dialog
- Überarbeitung
Kurz, anschaulich, mit Aussagen berühmter Drehbuchautoren werden diese und viele andere Themen behandelt.
Doch der größte Teil des Buches (fast zwei Drittel) ist für etwas reserviert, das mehr sagt als alle Theorien: Dort werden 16 berühmte, erfolgreiche Filmklassiker nach den voher vorgestellten Maßstäben analysiert - von E. T. über Manche mögen's heiß, Chinatown, Endstation Sehnsucht, Der Stadtneurotiker bis zu Einer flog übers Kuckucksnest, Citizen Kane und Rashomon.
Wer an diesen hervorragenden Beispielen und den dazugehörigen präzisen, informativen Analysen nicht das Wesentliche des Drehbuchschreibens begreift ... der/die sollte sich besser einen anderen Berufswunsch suchen!
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Brigitte Witzer (Hrsg.): Duden Satz und Korrektur. Texte bearbeiten, verarbeiten und gestalten, 2002, 440 Seiten, 24,90 Euro, Dudenverlag
Duden Satz und Korrektur Materialien, 2002, 216 Seiten, 14,90 Euro, Dudenverlag [Dieses Taschenbuch ist ein Auszug aus dem Duden Satz und Korrektur!]
In den letzten Jahren hat sich durch technologische Neuerungen vieles in den Verlagen und den Berufen rund im die Verlage verändert. So sind beispielsweise LektorInnen heute mit anderen, umfassenderen Aufgaben beschäftigt als früher - und das betrifft nicht nur die VerlagslektorInnen, sondern auch die freien. In diesem lang erwarteten Duden-Band werden nun die Geheimnisse der Buchproduktion gelüftet (auch CDs und Internet werden behandelt), und zwar ganz detailliert.
Was geht das mich als AutorIn an? Auch ein/e AutorIn sollte über grundlegende Abläufe bei der Buchproduktion informiert sein. Erst dann kann er / sie Manuskripte so aufbereiten, dass sie den Anforderungen des Verlags entsprechen. Darüber hinaus helfen die Informationen in diesem Buch, Zeitpläne, Manuskriptphasen und den gesamten Prozess der Buchproduktion zu verstehen - wodurch man sich als AutorIn optimal darauf einstellen und damit zu einem guten Partner für den Verlag werden kann.
Der Aufbau des Buches folgt dem Entwicklungsgang eines Manuskripts. Zuerst gibt es einen Überblick über die Ablauforganisation. Das zweite Kapitel ist ganz der Manuskripterstellung gewidmet und damit für AutorInnen eins der interessantesten: Wie gliedert man den Text? Wie zeichnet man ihn aus? Wie verfährt man mit Fußnoten, Zitaten, Verzeichnissen, Tabellen und Abbildungen? Wie sieht ein optimales digitales Manuskript aus, und wie erstellt man es?
Kapitel 3 ist für Lektorinnen besonders aufschlussreich. Hier gibt es neben Informationen zu den verschiedenen Lektoratsphasen auch Hinweise beispielsweise auf Sprache und Registererstellung. Die herstellerische Verarbeitung eines Manuskripts ist Thema des vierten Kapitels. Es ist auch für SelbstverlegerInnen und solche AutorInnen spannend, die in verschiedenen Medien (Buch, Internet etc.) publizieren. Kapitel 5 schließlich beschäftigt sich mit Druck und Bindung.
Enorm umfangreich ist der Materialteil. Er ist auch gesondert erhältlich, als Duden-Taschenbuch (Literaturangabe am Ende dieser Besprechung). Darin findet man einen Teil über das Einrichten von Büchern, Richtlinien für den Schriftsatz, Korrekturzeichen (auch ausländische), Schriften und Alphabete, Formelsatz und Sonderzeichen, Richtlinien für den Fremdsprachensatz sowie DIN- und ISO-Normen.
Dieses Buch ist für AutorInnen sehr empfehlenswert - und für LektorInnen schlicht unverzichtbar.
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Gerhard Bungert: Einfach gut schreiben! Texte für Werbung, Korrespondenz und Öffentlichkeitsarbeit - Planung, Struktur, Dramaturgie, Stilkunde. Mit zahlreichen Formulierungstipps und Musterbriefen, 1997, 223 Seiten, 16,90 DM, Heyne
Gerhard Bungert versteht etwas vom Schreiben aller möglichen Arten von Texten - ob Reden (er war Ghostwriter von Oskar Lafontaine), technische Anleitungen, Pressemitteilungen, Telefonskripts, Werbetexte, Briefe ... Und er versteht es, seine Kenntnisse höchst anschaulich und amüsant zu vermitteln.
Sie erfahren in diesem Buch nicht nur etwas über Stilistik und die verschiedenen Textsorten, sondern lernen auch einiges, was in anderen Ratgebern zum Schreiben oft zu kurz kommt. Besonders möchte ich da das Kapitel "Textdramaturgie” hervorheben:
Anhand eines wenige Zeilen langen Witzes (den wir alle wohl schon einmal gehört haben ...) zeigt Bungert alle wesentlichen Tricks und Merkmale des Textaufbaus: Wie man Spannung erzeugt, was ein roter Faden genau ist, wie man eine Pointe vorbereitet und setzt und wie man abstrakte Sprache in bildhafte, anschauliche, mitreißende Sprache umwandelt. Wer dieses Kapitel gelesen hat, kann das Gelernte übrigens genauso gut für das Schreiben eines Werbebriefes wie für das Schreiben eines gelungenen Krimis verwenden ...
Ein Beispiel: Wie würden Sie den folgenden Inhalt anschaulicher vermitteln?
- In unserem Büro geht es drunter und drüber.
Dieses Buch ist nicht nur ein hilfreiches und kluges Buch, das von einem geschrieben wurde, der es wirklich kann. Es gibt den Leserinnen und Lesern außerdem jede Menge Möglichkeiten, es ihm nachzumachen: mit vielen, vielen Übungen, die Sie wirklich weiterbringen können, wenn Sie sie ernst nehmen.
Alle, die in irgendeiner Weise etwas mit Schreiben und Texten zu tun haben, sollten sich von diesem Buch inspirieren und im besten Sinne "fortbilden" lassen! (Und die Sekretärinnen ignorieren einfach seine etwas lässigen Hinweise zur DIN 5008 ...)
Übrigens schlägt Bungert für unseren obigen Beispielsatz das Folgende vor:
- Die Akten, die Telefonschnur und der schreiende Buchhalter versperren einem den Weg zum Kopierer.
Wenn der Unterschied Sie erstaunt und beeindruckt - in diesem Buch finden Sie solche Aha-Erlebnisse in Hülle und Fülle!
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James V. Smith jr.: Fiction Writer’s Brainstormer, 2000, $ 18.99 (bei Amazon.de 23,58 Euro), 292 Seiten, Writer’s Digest Books
Als AutorIn ist man ständig auf der Suche nach Lösungen für Probleme, zum Beispiel: Wie kommt meine Protagonistin aus dieser ausweglosen Situation wieder raus? Wie finde ich den richtigen Titel für meine Story? Wie hoch soll ich meine Schreibziele stecken - und wie erreiche ich sie?
Mit dem “Fiction Writer’s Brainstormer” bekommt man Problemlösungsstrategien für so ziemlich jede Schreibfrage an die Hand. Und schon nach kurzem Blättern stellt man fest: Es gibt auf jede Schreibfrage nicht nur eine Antwort, sondern Unmengen! Denn so absurd es auch zunächst klingen mag: Wenn man nur EINE Lösung sucht, macht man es sich erheblich schwerer, als wenn man gleich zehn oder zwanzig Lösungen von sich verlangt. Ein Beispiel aus dem Buch:
Eine Pilotin wird auf dem Flug über die Bering-Straße abgeschossen. Das Flugzeug ist in so kaltem Wasser abgestürzt, dass niemand länger als vier Stunden darin überleben kann. Aber die Pilotin muss überleben, weil sie die Protagonistin der Geschichte ist ... Die Aufgabe ist nun nicht, EINE Lösung dafür zu finden, sondern mindestens zwölf! Der Grund: Wenn man nur nach einer Lösung sucht, wird es eine der nahe liegendsten und damit langweiligsten sein, die man schließlich findet. Wer gleich zwölf Lösungen sucht, muss auch irrwitzige, abwegige, verrückte Ideen in Betracht ziehen - und wird dann wahrscheinlich eine sehr viel originellere Wendung für die Geschichte finden.
Solche Aufgaben finden sich in diesem Buch in Hülle und Fülle; aber das ist nicht alles. Denn Smith stellt darüber hinaus immer auch Hilfen fürs Brainstormen vor. Im Beispielfall ist das eine Liste mit 19 Begriffen wie “automatisch, wörtlich, ungewöhnlich, verrückt, erfindungsreich, magisch, lächerlich, obszön”. Die Aufgabe: Finde zu dem oben beschriebenen Problem je mindestens eine ungewöhnliche, eine lächerliche etc. Lösung. Furchtbar schwierig? Smith macht es selbst vor ...
Das Buch bringt AutorInnen dazu, auch auf ungewöhnlichen Bahnen zu denken - und das ist etwas, das alle Schreibenden brauchen. Es bietet aber auch jede Menge Raster, Checklisten, Formulare an, um das Brainstormen optimal durchführen und nutzen zu können. Ein eigener Anhang enthält sogar Kopiervorlagen für einige Organisations- und Analyseinstrumente, die eine enorme Hilfe im Schreiballtag sein können: vom “Ten-Scene Tool” für die Szenenplanung über Charakterkarten bis zu einem Überarbeitungs-Chart.
“Fiction Writer’s Brainstormer” ist ein außergewöhnliches und wunderbares Buch, mit dem man als AutorIn nicht nur nach und nach staunend entdeckt, was alles in einem steckt - sondern durch das man auch die richtigen Instrumente an die Hand bekommt, um mit diesen Entdeckungen produktiv umgehen zu können.
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Titus Müller (Hrsg.): Gedichte schreiben und veröffentlichen, 2001, 152 Seiten, 12,40 Euro, Federwelt Verlag
Für alle, die Gedichte schreiben, gibt es nun endlich ein Buch, das speziell auf die Bedürfnisse von LyrikautorInnen ausgerichtet ist. Titus Müller - “Federwelt”-Herausgeber und Lyrikexperte bei autorenforum.de - hat in diesem Buch Beiträge gesammelt (und auch selbst einige beigesteuert), die vom Reimschema bis zum Poetry Slam alles umfassen, womit sich LyrikautorInnen heute beschäftigen.
Das Handwerkszeug wird im ersten Kapitel vorgestellt: Kurz erklärt und mit Beispielen anschaulich gemacht, findet man hier alles Wichtige - vom Enjambement über verschiedene Reimschemata, Metrum und Rhythmus bis zu Akrostichon und Sonett. Darüber hinaus geht Titus Müller darauf ein, wie man mit Regeln fürs Gedichteschreiben umgehen kann.
Einen breiten Raum nimmt das Thema “Lesungen” ein. Andreas Reikowski zeigt anschaulich, mit viel Witz und einer Menge Tipps, wie man eine Gedichtlesung konzipiert und durchführt und was man vor, während und nach der Lesung alles falsch und richtig machen kann. Speziell dieses ausführliche Kapitel macht das Buch übrigens auch für alle AutorInnen empfehlenswert, die keine Gedichte schreiben - so viele gute Lesungstipps wie hier habe ich bisher noch nirgendwo gefunden.
Weitere Kapitel beschäftigen sich mit den zwölf Schritten zur Veröffentlichung, mit Slam Poetry, mit der Lage der deutschsprachigen Lyrik und mit dem “weiten Feld der Lyrik” (von Avantgarde und Dada über Muse und Online bis zu Uschtrin und Visueller Poesie reichen hier die Stichwörter). Auch wie man mit Gedichten Geld verdienen kann, wird angesprochen. Ein kleines Lexikon rhetorischer Figuren rundet dieses gelungene Buch ab.
Wer Gedichte schreibt und über kurz oder lang damit auch an die Öffentlichkeit treten möchte, findet in diesem Buch eine Menge Tipps (auch zu weiterführender Lektüre) und Ermutigung. Es könnte ein Standardwerk werden.
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Gabi Neumayer/Ulrike Rudolph: Geschäftskorrespondenz von A bis Z. Kreativ und professionell Briefe, Faxe und E-Mails schreiben, 2000, 176 Seiten, 19,90 DM, Humboldt-Taschenbuchverlag (hier bestellen!)
Wie schreibt man ein Erfolg versprechendes Angebot? Wie formuliert man eine Mahnung am besten? Welche Floskeln gehören heute in keinen Brief mehr - und was kann man stattdessen schreiben? Wie kann man mit Textbausteinen die Korrespondenz effizienter machen? Und vor allem: Wie bringt man frischen Wind in die Geschäftskorrespondenz? Wie schreibt man Briefe und Mails, die angenehm und wirkungsvoll aus dem Rahmen fallen?
All diese Fragen (und noch viele mehr) werden in diesem Lexikon beantwortet - und zwar kurz, prägnant, mit aussagekräftigen Beispielen und einer Menge kreativer Tipps. Die Lexikonstruktur hilft bei der schnellen Orientierung: Schlagen Sie einfach den gesuchten Begriff nach, und Sie finden alles, was zu dem Stichwort wichtig ist. Außer dem Lexikonaufbau gibt es weitere Elemente, die es Ihnen erleichtern, sich schnell und umfassend zu informieren: Querverweise, Checklisten - und die folgenden durch Piktogramme hervorgehobenen Elemente:
- "Vorsicht!" - besonders heikle oder fehlerträchtige Vorgänge
- "Tipp" - kurze Ratschläge
- "Do" - Dinge, die Sie tun sollten
- "Don't" - Dinge, die Sie lassen sollten
- "Wichtig" - Hinweise, die Ihre besondere Aufmerksamkeit verdienen
Die Stichworte reichen von Abkürzungen, Anrede, Arbeitsvertrag, Argumentationskette, Bindestrich, Dokumentenvergleich, E-Mail und Klage bis hin zu Kundenorientierung, Mind Mapping, Neue Medien, PS, Reklamationsbearbeitung, Smiley, Verteiler, Werbebrief, Win-Win-Strategie und Zwischenbescheid. Dabei geht es nicht nur um den klassischen Geschäftsbrief, sondern auch um neuere Medien wie Fax und E-Mail und das richtige Verhalten am Telefon.
Wer sich schnell, gezielt und gleichzeitig umfassend über alle Aspekte der Korrespondenz informieren und auch kreativ etwas Neues ausprobieren möchte, sollte sich dieses Buch einmal ansehen.
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Sandra Uschtrin, Michael Joe Küspert (Hrsg.): Handbuch für Autorinnen und Autoren. Adressen und Informationen aus dem deutschen Literatur- und Medienbetrieb, 2001, 631 Seiten, 35 Euro, Uschtrin Verlag, http://www.uschtrin.de
Das ultimative AutorInnenhandbuch aus dem Uschtrin-Verlag ist nun in der 5. Auflage erhältlich. Wer noch kein Exemplar hat, sollte sich schnell eines kaufen; und wer eine frühere Ausgabe besitzt, sollte überlegen, ob er/sie sich die neue Ausgabe nicht dennoch anschafft. Denn die 5. Auflage ist massiv aktualisiert worden - angesichts dessen, was sich in den letzten Jahren in der Verlagslandschaft und im Internet getan hat, war hier eine Menge Überarbeitung nötig.
Das Handbuch ist außerdem 200 Seiten umfangreicher geworden. Was ist neu? Zum Beispiel ist das Drehbuchkapitel völlig neu gestaltet worden, BOD und E-Books sind als Themen hinzugekommen, und es gibt nun ein eigenes Kapitel für ÜbersetzerInnen. Die Literaturzeitschriften wurden angeschrieben und sind nun mit ausführlichen Profilen im Handbuch vertreten. Von mir gibt es einen Artikel zum Marketing für AutorInnen (der auf den ersten Folgen der Marketingreihe im “Tempest” basiert).
Für alle, die das Handbuch bisher noch nicht kannten, hier noch ein kleiner Überblick darüber, was es sonst so bietet:
- Interviews mit Profis aus dem Literaturbetrieb (zum Beispiel Verlegerin, Hörspielautorin, Heftromanautor)
- praxisorientierte Beiträge zu allen Themen rund ums Autorenleben (Verlagssuche, BOD, Zuschussverlage, Yellow Press, Zeitschriften, Literaturagenturen, Theater und Hörspiel, Drehbuch, Internet, Aus- und Fortbildung, Manuskriptgestaltung, Lesungen, Preise und Wettbewerbe, Recht und Soziales, Literaturinstitutionen)
- Unmengen an Adressen von Verlagen, Agenturen, Literaturzeitschriften, Literaturorganisationen, Sendern, Hörbuchverlagen ... Viele davon mit hilfreichen Profilen!
Ich habe das Buch von vorne bis hinten verschlungen, viele neue Ideen und Schwung bekommen - und ungefähr 50 Haftzettel reingeklebt, die es nun abzuarbeiten gilt ... Das Handbuch für Autorinnen und Autoren: rundum empfehlenswert und für AutorInnen ein Muss!
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Dorothée Leidig, Jürgen Bacia: Handbuch deutschsprachiger Literaturzeitschriften, 2001, 180 Seiten, 19 Euro, AutorenVerlag Matern
Wo kann ich als AutorIn veröffentlichen? Ein guter Weg vor allem für diejenigen, die Lyrik und Kurzprosa schreiben, führt über die Literaturzeitschriften. Und wo findet man Informationen darüber? In diesem Handbuch. Dort sind Infos über sage und schreibe 454 deutschsprachige Zeitschriften (auch elektronische) gesammelt - etablierte, alternative, kleine, größere ...
Mit einem ungeheuren Rechercheaufwand haben die Herausgeber diese einzigartige Sammlung zusammengestellt, die für AutorInnen von enormem Nutzen sein kann - aber auch für JournalistInnen, an zeitgenössischer Literatur interessierte LeserInnen und Verlage.
In den stichwortartig gestalteten Einträgen findet man diese Informationen zu den Zeitschriften:
- Ersterscheinungsjahr
- Erscheinungsrhythmus
- Umfang
- Format
- Auflage
- Inhalt
- Sind Zusendungen erwünscht? Welcher Art?
- Preise
- Bezugsquelle
- Adresse (inklusive URL und Mailadresse)
Das Einzige, was in diesem Nachschlagewerk der Extraklasse fehlt, ist der Hinweis auf Honorare - die aber ein großer Teil der Zeitschriften auch nicht zahlt/zahlen kann.
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